Katzenfutter im Vergleich

Katzenfutter im Vergleich

Ist eine gesunde Ernährung teurer als das Futter aus dem Supermarkt?

Katzen sind die beliebtesten Haustiere der Deutschen.

Im Jahr 2016 wurden für insgesamt 13,4 Millionen Samtpfoten rund 1.602 Millionen Euro im Fach- und Lebensmitteleinzelhandel an Katzenfutter ausgegeben.

Doch was ist eigentlich gutes und gesundes Futter? Bedeutet teuer gleich gut? Und sollte man der TV-Werbung vertrauen, wenn man nach neuem Futter schaut?

Die Sparplattform CupoNation hat die Preise der 20 beliebtesten Nassfuttermarken für Katzen unter die Lupe genommen - ermittelt wurden die monatlichen Kosten für eine durchschnitlle Katze (4kg), und gemeinsam mit der Tierheilpraktikerin und Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen Mandy Kneeland darüber gesprochen, worauf man beim Futterkauf achten sollte. Außerdem hat Mandy Kneeland die wichtigsten Fragen rund um eine gesunde Katzenernährung beantwortet.

 

Gutes Futter erkennen

Gutes und gesundes Katzenfutter erkennen, kann jeder.
Dazu ist nur ein Blick auf die Rückseite des Futters notwendig, denn dort ist die Deklaration zu finden. Diese ist ausschlaggebend um die Samtpfoten ausgewogen und möglichst artgerecht zu ernähren. Gutes Futter zeichnet sich nicht zwangsläufig durch einen hohen Preis aus, so Mandy Kneeland. Sondern unter anderem durch einen hohen Fleischanteil, eine klare Deklaration und es beinhaltet keine gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe wie Getreide und Zucker. Damit Katzenfreunde im Dschungel der Futtermarken die guten Marken erkennen können, haben wir eine Checkliste mit den wichtigsten Kriterien sowie jeweils passenden Beispielen zur Veranschaulichung dazu zusammengestellt.

 

Trockenfutter für Katzen?

Aufgrund Ihrer Evolution hat sich der Organismus der Katze dahingehend entwickelt, dass er möglichst viel Feuchtigkeit aus dem Futter resorbiert. Der Harn von Katzen wird hochkonzentriert, außerdem fehlen Katzen die Schweißdrüsen. Dadurch bleibt eine größtmögliche Menge an Wasser im Körper.
Aus Trockenfutter können Katzen jedoch kein Wasser resorbieren, was für ihre Gesundheit fatal ist. Da sie ein entsprechend geringes Durstempfinden haben, führt Trockenfutter zwangsläufig zu einer chronischen Dehydration, also einem Flüssigkeitsdefizit, was auf Dauer zu verschiedenen Krankheiten führen kann. Gleichzeitig hat Trockenfutter immer einen erhöhten, für die Katzen ungesunden Kohlenhydratanteil.
Es gibt Untersuchungen, die ein erhöhtes Risiko für Diabetes und Übergewicht bei Katzen festgestellt haben, die Trockenfutter bekamen. Auch das Argument der Zahnreinigung, welches immer wieder aufgeführt wird, ist laut unter anderem Dr. Bettina Brabänder "reiner Blödsinn". Durch den versteckten Zucker steigt die Kariesgefahr. Außerdem können Katzen aufgrund des Gebisses das Futter nicht mahlen, sondern es nur zerteilen. Bei den kleinen Trockenfutter Stückchen besteht also nicht wirklich die Möglichkeit, damit die Zähne tatsächlich zu reinigen, denn das Futter zerbricht einfach und wird dann hinuntergeschluckt. Der im Mundraum verbleibende Speisebrei fördert außerdem die Bildung von Zahnstein und Karies. Zur Zahnpflege ist ein Stück rohes Rindschfleisch oder -herz (nur Schwein sollte nicht roh gefüttert werden), deutlich besser geeignet.

Über die Daten


- Aus insgesamt 76 Nassfuttermarken wurden in einer Umfrage die 20 beliebtesten sowie bekanntesten Marken ermittelt

- Die Preise der jeweiligen Marken entsprechen dem jeweils günstigsten Angebot von Zooplus.de

- Allgemeine Informationen zur Katze als Fleischfresser von thp4paws.de sowie haustiger.info

- weitere interessante und lesenswerte Seiten und Gruppen sind unter anderem: katzen-fieber.de sowie die Facebookgruppe "Katzenglück - Artgerechte Haltung und Ernährung"